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Gewalt, Trauma und Depression - geschlechtsspezifische Betrachtungen PDF Drucken E-Mail
veröffentlicht am Montag, den 17. Mai 2010
Fachtagung der AG Gender und Depression im Bündnis gegen Depression der Region Hannover

Wenn von Depressionen die Rede ist, werden Gewalterfahrungen als Auslöser oftmals nicht in Betracht gezogen. Depressionen sind jedoch eine der am häufigsten auftretenden Traumafolgestörungen. In der gesundheitlichen Versorgung zeigen sich eine Reihe von Defiziten. So bleiben Gewalterfahrungen und daraus resultierende Traumata als Auslöser für Depressionen häufig unerkannt, depressive Symptome werden bei Menschen, die Gewalt erfahren haben, auch leicht übersehen. Eine zu späte Behandlung oder Fehlbehandlung kann zu jahrelangen chronischen Beschwerden führen.

Die Tagung beleuchtet den Zusammenhang von Gewalt, Trauma und Depression, fragt nach geschlechtsspezifischen Unterschieden in Symptomatik, Therapie, Rehabilitation und Prävention. Auch Aspekte der in unserer Gesellschaft zu verzeichnenden Zunahme depressiver Erkrankungen werden erörtert. Abschließend werden Anforderungen an eine geschlechtsspezifische Prävention und gesundheitliche Versorgung Betroffener diskutiert.
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, besonders Fachkräfte aus dem Gesundheits-, Bildungs-, Gleichstellungs- und Politikbereich möchten wir ansprechen.

Programm
14.00 Uhr Stehkaffee
14.30 Uhr Begrüßung
  • Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover
  • Erwin Jordan, Sozialdezernent der Region Hannover
  • Prof. Dr. Petra Garlipp, Bündnis gegen Depression der Region Hannover
14.45 Uhr Übererregt oder depressiv? Explodieren oder implodieren?
Über die Schwierigkeit, nach erlittener Gewalt die eigenen Gefühle zu (er)klären

  • Michaela Huber, Psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin und Ausbilderin in Traumabehandlung, Göttingen
16.15 Uhr Pause
16.45 Uhr Perspektiven für gendersensible Prävention und gesundheitliche Versorgung
Podiumsdiskussion mit:
  • Dr. Margarete Wegenast, Bundesverband der Frauennotrufe und Frauenberatungsstellen (BFF)
  • Michaela Huber, Almut Koesling, Männerbüro Hannover e.V. und Maren Otto, Bestärkungsstelle für das Hannoversche Interventionsprogramm Gegen MännerGewalt in der Familie (HAIP-Verbund)
  • Prof. Dr. Petra Garlipp, Bündnis gegen Depression der Region Hannover
  • Gertrud Corman-Bergau, Psychotherapeutenkammer Niedersachsen und Beirat für das Netzwerk traumatisierter Flüchtlinge Niedersachsen
18.15 Uhr Ende

Moderation: Dr. Ute Sonntag, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.
Edeltraud Jäger, Lebensberatung im [ka:punkt]

Ort: Haus der Region, Hildesheimer Str. 20, 30169 Hannover, Raum 602
Zeit: Mittwoch, 09.06.2010. ab 14.00 Uhr
Veranstalter: AG Gender und Depression des Bündnisses gegen Depression der Region Hannover

Weitere Informationen erhalten Sie bei Birgit Robel, Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover, Telefon 0511 168-44703 /-4 35 02
 

Der vhs Regionalverbund Hannover

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