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'Harzburger Front' von 1931 und 'Rechtsextremismus heute' PDF Drucken E-Mail
veröffentlicht am Montag, den 07. Februar 2011
NationalsozialismusDoppelausstellung
Unter dem Begriff »Harzburger Front« ging 1931 das angestrebte Bündnis deutschnationaler Kräfte mit den Nationalsozialisten zur Zerschlagung der Demokratie in die Geschichte ein. Die Ausstellung erläutert, warum die »nationale Front« gerade Bad Harzburg für ihr Treffen wählte, welche Begeisterung das Bürgertum vor Ort zeigte, wie und warum die »Harzburger Front« den Siegeszug des Nationalsozialismus beförderte. Die ergänzende Ausstellung zum Rechtsextremismus heute gibt einen Einblick in die Propagandastrategien der Rechten und in ihr Weltbild. Die Ungleichwertigkeit der Menschen, Vorrechte für Deutsche, Gewaltakzeptanz und die Instrumentalisierung sozialer Themen prägen das Auftreten und ihre Agitation.

Durch die Verbindung der beiden Ausstellungen können Kontinuitäten rechtsextremen Denkens verdeutlich werden. Ein Ausstellungskonzept, das sich an allgemein politisch und historisch Interessierte ebenso wendet, wie an Schulklassen.

Ausstellungsdauer: 7. - 25. März 2011
Öffnungszeiten: montags - freitags, 08.00 - 20.00 Uhr
Ort: Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover, Theodor-Lessing-Platz 1, Foyer, 30159 Hannover
Eintrittspreise: Die Ausstellung ist frei zugänglich.

Begleitprogramm
  • Ausstellungseröffnung
    Grußwort: Oberbürgermeister Stephan Weil
    Montag, 7. März 2011, 18.00 Uhr
    Volkshochschule Hannover, Theodor-Lessing-Platz 1, Hannover
  • Das Ereignis von Bad Harzburg: historische Erinnerung und politische Aufgabe heute
    Dr. Peter Schyga, Hannover
    Donnerstag, 10. März 2011, 19.00 Uhr
    Volkshochschule Hannover, Theodor-Lessing-Platz 1, Hannover
    Dr. Peter Schyga, freier Historiker aus Hannover und 1. Vorsitzender des Vereins Spurensuche Harzregion, untersucht die programmatische, ideologische und soziologische Nähe der »nationalen Opposition« von 1931 zum Rechtsextremismus heute.
  • Zur Karriere des Friedrich Jeckeln: Chef des Saalschutzes in Bad Harzburg, hoher SS- und Polizeiführer, General der Waffen-SS und Kriegsverbrecher
    Dr. Hans-Dieter Schmid, Hannover
    Montag, 14. März 2011, 19.00 Uhr
    Gewerkschaftshaus, Otto-Brenner-Straße 1, Hannover
    Dr. Hans-Dieter Schmid, langjähriger Dozent am Historischen Seminar der Leibniz Universität Hannover und ausgewiesener Kenner der NS-Geschichte, zeichnet den politischen Lebens- und Berufsweg dieses SS-Mannes aus dem kleinen Kreis der eng mit Himmler verbundenen SS-Obergruppenführer nach.
  • Aus den Tagebuchaufzeichnungen einer Bad Harzburger Zeitzeugin
    Dr. Kurt Neumann, Bad Harzburg
    Donnerstag, 17. März 2011, 19.00 Uhr
    Volkshochschule Hannover, Theodor-Lessing-Platz 1, Hannover
    Dr. Kurt Neumann, langjähriger Mitarbeiter der internationalen Begegnungsstätte Haus Sonnenberg im Harz, hat die umfangreichen Aufzeichnungen der in Bad Harzburg lebenden französischen Bürgerin Marguerite Boer aus den Jahren 1924 bis 1948 ausgewertet. Ihre klarsichtigen Alltags- und Politikbeobachtungen wird er kommentierend darbieten.
  • Hitlers Enkel? Zum Verhältnis von nationalsozialistischen Gefühlserbschaften und Rechtsextremismus
    Dr. Jan Lohl, Hannover
    Donnerstag, 24. März 2011, 19.00 Uhr
    Volkshochschule Hannover, Theodor-Lessing-Platz 1, Hannover
    Der Vortrag von Dr. Jan Lohl, wiss. Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Hannover, behandelt die generationenübergreifenden Folgen des Nationalsozialismus in den Familien von »NS-Volksgenossen« und macht deutlich, dass diese bis in die Gegenwart hinein wirksam sind. Dies zeigt sich vor allem in der Entwicklung und Übernahme nationalistischer und antisemitischer Orientierungsmuster, die in der Bundesrepublik weit verbreitet sind.
  • Erinnert sich Hannover?
    … an Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus? Eine Frage, die sich für viele Initiativen in Hannover nicht stellt. Einige Projekte stellen ihre konkrete Arbeit mit Schulen, Gewerkschaften, städtischen Einrichtungen, Kirche, Sport und Bildungseinrichtungen vor. Wir diskutieren mit Interessierten, Aktiven und PädagogInnen über die »Zukunft der Erinnerung«.
    Dienstag, 29. März 2011, 18.00 Uhr
    Gewerkschaftshaus Hannover, Otto-Brenner-Straße 1, Hannover
  • Mädelsache! – Frauen in der Neonazi-Szene
    Das neue Buch von Andrea Röpke und Andreas Speit: Ein spannender Report und eine faktengesättigte Analyse über das zunehmend selbstbewusste Auftreten von Frauen in der bislang männerdominierten Neonazi-Szene.
    Andrea Röpke
    Donnerstag 31. März 2011, 18.00 Uhr
    Gewerkschaftshaus Hannover, Otto-Brenner-Straße 1, Hannover
    Andrea Röpke, freie Journalistin und Politologin ist Expertin zur rechtsextremistischen Szene. Ihr Beitrag handelt von deren jüngsten Entwicklungen im »Kampf um die Köpfe« auf der Straße und in öffentlichen Foren.

Mitglieder von neofaschistischen Parteien, Organisationen und Zusammenschlüssen, sowie Personen, die als TeilnehmerInnen von neofaschistischen Veranstaltungen und Aktionen bekannt sind, erhalten keinen Zutritt zur Ausstellung und den Veranstaltungen!

Für Lehrerinnen und Lehrer und Besuchergruppen
Für die Doppelausstellung werden auch Führungen für Schulklassen angeboten. Teamerinnen und Teamer der DGB-Jugend erläutern die Ausstellung und geben ergänzende Hinweise. Bei Interesse an einer Führung wenden Sie sich bitte unter Angabe ihres Terminwunsches an:
GEW Hannover Stadt/Land, Berliner Allee 18, 30175 Hannover
Telefon 0511 662014, Fax 0511 621294, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Der vhs Regionalverbund Hannover

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